Rechte und Pflichten der Abgeordneten
Die wesentlichen Bestimmungen zu den Rechten und Pflichten der Abgeordneten sind in der nordrhein-westfälischen Landesverfassung, dem Abgeordnetengesetz des Landtags Nordrhein-Westfalen und der Geschäftsordnung des Landtags NRW enthalten.
Rederecht 
Jeder Abgeordnete hat das Recht, im Plenum und in den Ausschüssen das Wort zu ergreifen. Dieses sollte in freier Rede geschehen, Aufzeichnungen hierzu sind jedoch erlaubt. Die Beratungszeit eines Gegenstandes sowie die Redezeit des einzelnen Abgeordneten kann auf Vorschlag des Ältestenrates oder des Präsidenten bzw. der Präsidentin durch den Landtag begrenzt werden. Spricht ein Abgeordneter über die festgesetzte Redezeit hinaus, kann ihm das Wort entzogen werden (Geschäftsordnung §§ 31, 32).
Antragsrecht 
Jeder Abgeordnete kann Anträge stellen. Anträge sind eine Aufforderung an die Landesregierung, in einer bestimmten Richtung tätig zu werden, z.B. durch eine Bundesratsinitiative (Geschäftsordnung §§ 65, 78).
Stimmrecht 
Die Abgeordneten haben das Recht, sich frei und ungehindert an Abstimmungen und Wahlen zu beteiligen, dieses Recht kann grundsätzlich nicht eingeschränkt oder entzogen werden (Landesverfassung NRW Art. 30).
Mitwirkung in den Ausschüssen des Landtags 
Abgeordnete können in Fachausschüssen mitwirken. Die Fraktionen bestimmen, in welche Ausschüsse die Abgeordneten entsandt werden (Landesverfassung NRW Art. 40-41, Geschäftsordnung §§ 48, 49).
Aufgaben 
Die Abgeordneten haben im Landtagsplenum, in den Ausschüssen, in den Fraktionen und deren Arbeitskreisen vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel die Arbeit an Gesetzen, die Verabschiedung des Landeshaushaltes, in dem alle Einnahmen und Ausgaben des Landes enthalten sein müssen, die Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten und anderer Verfassungsorgane, die Kontrolle der Landesverwaltung sowie die Debatte über öffentliche Angelegenheiten.
Der Schwerpunkt der Parlamentsarbeit liegt keineswegs in der Teilnahme an Plenardebatten, auf die sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtet, sondern in einer Fülle von Sitzungsterminen: Fraktionsberatungen, Sitzungen der Arbeitskreise der Fraktionen, Sitzungen der Fachausschüsse des Landtags, in denen die Sitzungen des Plenums vorbereitet werden.
Verschwiegenheitspflicht
Bezüglich nicht-öffentlicher und vertraulicher Sitzungen von Ausschüssen unterliegen die Landtagsabgeordneten der Verschwiegenheitspflicht.
Verhaltensregeln
Mit dem neuen Abgeordnetengesetz, das der Landtag Nordrhein-Westfalen am 17. März 2005 verabschiedet hat, werden Nebentätigkeiten von Abgeordneten strenger kontrolliert. Die Nebentätigkeiten müssen angegeben und veröffentlicht werden. Einkünfte, für die die Abgeordneten keine Gegenleistung erbringen, sind verboten. Die Art der Nebenbeschäftigung und der Umfang der zusätzlichen Einkünfte müssen gegenüber dem Landtagspräsidenten bzw. der Landtagspräsidentin offen gelegt werden. Bei Beratungen oder Abstimmungen in einem Ausschuss haben Abgeordnete, die aufgrund eigener wirtschaftlicher Interessen oder aufgrund ihrer Nebentätigkeit bei einem bestimmten Behandlungsgegenstand befangen sind, die Interessenverknüpfung im Ausschuss offen zu legen, soweit diese sich nicht schon aus den veröffentlichten Nebentätigkeiten ergibt.
Abgeordnetenbezüge
Mit Beginn der 14. Wahlperiode im Juni 2005 hat der Landtag NRW als erstes Parlament einen Systemwechsel bei der Abgeordnetenbezahlung und -versorgung vollzogen: Die steuerfreien Pauschalen wurden gestrichen und die staatliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeschafft.
Seit dem 1. März 2012 erhalten die Abgeordneten nunmehr einen steuerpflichtigen monatlichen Gesamtbetrag in Höhe von 10.726 €. Hiervon fließen 2.114 € zur Altersvorsorge in ein für die Mandatsträger gegründetes Versorgungswerk. Mit dem übrigen Betrag muss der im Zusammenhang mit der Mandatstätigkeit anfallende Aufwand bestritten werden. Im Rahmen der Jahressteuererklärung wird der individuelle und tatsächliche durch die Mandatstätigkeit bedingte Aufwand geltend gemacht so wie bei den übrigen Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern auch.
In Bezug auf meine Person bedeutet dies konkret, dass ich neben den Bezügen aus meiner Landtagsabgeordnetentätigkeit noch eine Aufwandentschädigung als Stadtverordneter in Mülheim an der Ruhr in Höhe von monatlich 341,40 € sowie ein Sitzungsgeld je Sitzung von 17,50 € vor Steuern erhalte. Für meine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der SWB GmbH sowie als Mitglied im Aufsichtsrat der BHM GmbH bekomme ich ebenfalls Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder. Diese beliefen sich im Jahr 2013 z.B. auf insgesamt rund 3500 € vor Steuern.
Ferner habe ich noch Einnahmen aus meiner Tätigkeit als selbständiger Unternehmensberater. Die Ausübung meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit habe ich allerdings für die Zeit meines Landtagsmandates deutlich eingeschränkt.

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Tweets von Heiko Hendriks MdL @HendriksHeiko